Mobile Website-Version oder Responsive Webdesign?

Als 2007 das erste Iphone präsentiert wurde, begann zugleich die große und mobile Ära der Smartphones. Dies liegt nun schon über zehn Jahre zurück und die technische Innovation von damals stellt nicht nur in der Geschichte des Mobilfunks einen bedeutsamen Meilenstein dar. Mit dem Siegeszug des Smartphones veränderte sich insbesondere der Internetmarkt, der bis dato vor allem durch den Anschluss des heimischen Desktop-PCs erreichbar war.

Über das Datenfunknetz konnten plötzlich auch mobile Endgeräte auf das World Wide Web zugreifen und diese Neuerung stellt die Betreiber von Internetseiten bis heute vor eine besondere Herausforderung. Denn welches Modell zur Darstellung einer Mobile Website ist die beste Lösung; oder fachspezifischer ausgedrückt: Mobile Website-Version oder Responsive Webdesign?

Was steckt hinter Responsive Webdesign und Mobile Website?

Manch einer mag mit diesen Begrifflichkeiten zunächst einmal nicht viel anfangen können, was aber auch wenig verwunderlich ist. Schließlich stammen die Wörter aus der US-amerikanischen IT-Entwicklung und müssen näher erläutert werden. Sowohl Responsive Webdesign als auch Mobile Webversionen sind Werkzeuge aus dem allgemeinen Funktionsbereich Webdesign.

Responsive Webdesign oder im deutschen Sprachgebrauch auch gerne als responsives Webdesign bezeichnet, muss stets in seiner Ganzheit betrachtet werden. Kurzum bedeutet Responsive Webdesign etwa so viel, dass bildliche Darstellungen und Inhalte im Netz für die unterschiedlichsten Empfangsformate aufrufbar sind. Responsive Webdesign hat sich durch einen im Jahr 2010 erschienenen Artikel des Autors Ethan Marcotte als gängiger Fachbegriff etabliert und ist eine feste Größe im Bereich Webdesign.

Responsive Webdesign gilt als eine der jüngsten und erfolgreichsten Innovationen in der Geschichte des Internets. Mobile Websites, oder zu Deutsch mobile Internetseiten, gehören ebenfalls zur umfassenden Disziplin Webdesign. Im Gegensatz zum Responsive Webdesign gehören mobile Internetseiten schon länger zum Handwerkszeug der Sparte Webdesign, die selber auf eine noch junge Geschichte zurückblickt. Zu Beginn des digitalen Zeitalters spielte Webdesign Anfang der 1990er Jahre nämlich noch eine eher untergeordnete Rolle.

Um die Jahrtausendwende herum sah es dann aber bereits schon ganz anders aus. Verschiedene Webbrowser machten das Internet für Privat- und Firmenanwender zugänglicher. Die zuvor rein textbasierten Pages wurden nach und nach von innovativeren Technologien abgelöst und durch HTML und JavaScript kam dem Webdesign eine immer stärker werdende Rolle zu. Webdesign wurde also zu einem zentralen Bestandteil in der vernetzten Welt, dessen Aufgabe bis heute darin besteht, Internetseiten und Web-Anwendungen nicht nur optisch ansprechend zu gestalten, sondern auch für die Vielzahl an Empfangsgeräten zugänglich zu machen.

Und diese ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen. Eine wahre Herausforderung für das Webdesign, denn immer mehr mobile Endgeräte sind auf dem Markt erhältlich. Neben Smartphones, Tablets, Netbooks und Notebooks, sind heutzutage auch die meisten Fernsehgeräte mit dem Internet verbunden. Durch diesen Trend haben sich mobile Internetseiten einen Platz im World Wide Web gesichert und werden gegenwärtig durch Responsive Webdesign abgelöst.

Mobile Internet und Responsive Webdesign: Good bye Mobile Websites

Um den Empfang sowie den Gebrauch von Daten für Geräte wie Smartphones, Tablets und Co. möglichst gering zu halten, bieten mobile Internetseiten einen guten Lösungsansatz. Diese Versionen existieren parallel zu standardmäßigen Webseiten und bergen den Vorteil in sich, dass sie kleineren Displays angepasst sind, in dem sowohl die Menüführung als auch Bilder und Grafiken in vereinfachter Form dargestellt werden.

Geringere Datenübertragungen ermöglichen auf diesem Wege eine deutlich höhere Geschwindigkeit beim Surfen, da mobile Internetseiten auf die Bedürfnisse kleinerer und oftmals leistungsschwächerer Endgeräte angepasst sind. Mobile Webseiten erkennt man an dem Kürzel “m.”, das in der Adresszeile an erster Stelle steht.

Wer also eine Internetseite sowohl für die Anwendung am Desktop-PC als auch für das Smartphone haben möchte, war bis vor einigen Jahren auf zusätzliche mobile Webseiten angewiesen. Responsive Webdesign kann dagegen mit nur einer Version auch mobile Geräte erreichen. Wird eine Homepage im Responsive Webdesign kreiert, so passt sich ein und dieselbe Seite automatisch an den jeweiligen Empfänger an.

Dabei spielt es keine Rolle, ob die Seite über den PC oder mobil aufgerufen wird. Auch die Datenübertragung wird optimiert, da größere Bilddateien zur Darstellung ebenfalls minimiert werden. Je kleiner das mobile Empfangsgerät, desto reduzierter erscheinen auch Menüpunkte und lassen sich über verschiedene Buttons auf- und zuklappen. Mobile Displays lassen auch das Kippen des Bildschirms zu, wodurch sich Internetseiten im Responsive Webdesign ebenfalls automatisch anpassen.

Hinter Responsive Webdesign versteckt sich also eine zukunftsträchtige Technologie, die gesonderte mobile Internetseiten überflüssig macht. Zugleich optimiert Responsive Webdesign die Darstellung für mobile und stationäre Empfangsgeräte; egal welcher Displaygröße.

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