Barrierefreies Webdesign

Das Internet ist für so manche Überraschung gut und auch wenn es um die Erweiterung unseres Wortschatzes geht, hält das globale Netzwerk so manchen Terminus bereit. Eine der wohl jüngsten sprachlichen Innovationen ist der Begriff “Barrierefreies Webdesign”. Wie bitte – Internet barrierefrei?

Über diese Bezeichnung wird wohl schon so mancher User gestolpert sein und nicht selten steht den Menschen redlich ein Fragezeichen ins Gesicht geschrieben, wenn die Begriffe barrierefrei und Webdesign aufeinandertreffen. Bei der scheinbar unauffälligen und bisweilen wenig verbreiteten Begrifflichkeit handelt es sich allerdings nicht um einen kurzweiligen Modetrend, sondern um ein tatsächlich ernstzunehmendes Thema, das in naher Zukunft noch Schule machen wird.

Was bedeutet eigentlich barrierefrei ?

Gibt man den Begriff in diversen Suchmaschinen ein, stößt man auf einige Internetseiten, die jedoch einer zielführenden Erklärung schuldig bleiben, wie und warum Webdesigns barrierefrei sein sollten und was sich schlussendlich dahinter verbirgt. Dabei ist es doch eigentlich klar, dass jeder Mensch, der über einen Internetzugang verfügt, auch ohne Hürden Zugriff auf das Netzwerk hat.

So wird die gesellschaftliche Bedeutung von barrierefrei automatisch in den Kontext zu einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung gesetzt, welche auch im Themenbereich des barrierefreien Webdesigns mitaufgegriffen ist. Barrierefrei ist im Grunde genommen ein aus der Ethik stammender Terminus, mit dem eine Zugänglichkeit für all diejenigen geschaffen werden soll, die an gewissen Situationen oder Bereichen nicht teilhaben können.

Dies betrifft zum Beispiel Rollstuhlfahrer, für die Treppenaufgänge und Türen barrierefrei gemacht werden. Aber auch Eltern mit Kinderwagen oder Radfahrer werden Zugänge geschaffen, die zum Passieren barrierefrei gestaltet sind. Barrierefrei bedeutet aber ebenso, dass Menschen mit körperlichen Gebrechen und auch geistigen Beeinträchtigungen an gewissen Dingen auf derselben Ebene teilnehmen können.

Es sind insbesondere physische Mittel, mit deren Hilfe gesellschaftliche Räume barrierefrei zugänglich sind. Doch was bedeutet barrierefrei für eine virtuelle Welt und wie können Webseiten entsprechend barrierefrei gestaltet werden?

Barrierefrei durchs Internet

Um diesen Punkt aufzuschlüsseln hilft es, barrierefreies Webdesign in seiner Gesamtheit zu betrachten. Allerdings geht es nicht darum, dass jedem einzelnen zu jederzeit ein Internetzugang zur Verfügung stehen soll. Barrierefrei bedeutet in Bezug zum Thema des Webdesigns einen netzinternen Prozess, dessen Handlungsspielraum gänzlich auf die virtuelle Sphäre des Internets begrenzt ist.

Wie bereits angeführt, handelt es sich bei dem Bereich um eine noch sehr junge Disziplin, die ein wenig an die Geschichte des Responsive Webdesigns erinnert und sogar damit verwandt ist. Dieser im Jahr 2010 geprägte Begriff ist in punkto Internet mittlerweile fest etabliert und stellt einen wichtigen Meilenstein für die Empfangsfähigkeit von Webinhalten dar.

Warum es für das Webdesign vonnöten ist, barrierefrei zu sein, soll im nun folgenden aufgeschlüsselt werden. Die Entwicklung hängt eng mit dem Siegeszug der Smartphones und Tablets zusammen. Sie sind maßgeblich am Erfolg des mobilen Internets beteiligt, das immer komplexere Konturen annimmt. Internetbrowser, Applikationen und Betriebssysteme bieten eine Vielzahl von technischen Möglichkeiten, sich im Bereich des Internets zu bewegen und allesamt sind sie nahezu dauerhaft an das Netzwerk angeschlossen.

Responsive Webdesign hat sich zur Aufgabe gemacht, die Darstellung von Internetseiten und Apps automatisch an das jeweilige Display der Empfangsgeräte anzupassen. Jedoch geschieht dies nicht unbedingt barrierefrei. So gibt es flashgenerierte Seiten oder auch solche, für die Java Grundvoraussetzung ist, um aufrufbar zu sein.

Ein jeder Smartphonebesitzer hat mit Sicherheit schon seine eigenen Erfahrungen machen dürfen, dass sich der mobile Internetzugriff teils erheblich von den Funktions- und Darstellungsmöglichkeiten eines PCs abweicht. Genau hier interagiert der Ansatz des Webdesigns, das den Begriff barrierefrei in den Mittelpunkt stellt.

Es geht darum, dass genau diese Hürden nachhaltig genommen werden, die von den Ausstattungs- und Empfangsmöglichkeiten der Endgeräte abhängig sind. Barrierefrei heißt also, dass Webauftritte und -angebote von allen Geräten mit Internetzugang aus aufrufbar sein sollen. Und nicht nur das: Auch die Funktionalität soll im Ganzen zur Verfügung stehen, die auf den Webauftritten integriert ist.

Barrierefreiheit im Internet: ein guter Ansatz

Es sind ganz einfache Beispiele aus dem Alltag, die auf die Notwendigkeit eines barrierefreien Webdesigns aufmerksam machen. Die Vielzahl an verschiedenen Webbrowsern und Betriebssystemen macht es umso deutlicher, denn die Software begrenzt zum Teil die Möglichkeiten eines problemfreien Zugriffs.

Ältere Versionen hinken oftmals hinterher und werden nicht mehr supported. Dem kann die Gestaltung eines barrierefrei umgesetzten Webdesigns erfolgreich entgegenwirken, in dem es Inhalte so zur Verfügung stellt, dass alle Browser und Betriebssysteme diese aufrufen und richtig darstellen können.

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