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Dec
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Mehrwertsteuer in Deutschland



Mehrwertsteuer in Deutschland

Schon im Mittelalter führten die verschiedenen Städte Deutschlands eine so genannte Verbrauchssteuer ein. Bereits im 15. Jahrhundert wurde die Verbrauchssteuer in Akzisen umgewandelt, die man mit der heutigen Mehrwertsteuer vergleichen kann. Im 1. Weltkrieg löste die reichseinheitliche Stempelsteuer die Akzisen ab, aus der später die Allphasen-Bruttoumsatzsteuer gebildet wurde. Die reichseinheitliche Stempelsteuer betrug damals ganze 0,5 Prozent. Erst im Jahr 1935 wurde die Steuer auf 2 Prozent deutlich angehoben. Diese Steuerart war noch bis 1967 aktuell. Zur damaligen Zeit war das Steuersystem noch nicht so umfangreich wie heute, sonst wäre wohl jeder ohne Mehrwertsteuerrechner verzweifelt.

Das heutige Mehrwertsteuersystem in Deutschland wird auch als Netto-Allphasen-Umsatzsteuersystem mit Vorsteuerabzug deklariert. Das bedeutet, dass ein Unternehmen Ware einkauft und dafür die Mehrwertsteuer bezahlen muss. Mit einem Mehrwertsteuerrechner lässt sich dieser Anteil leicht ausrechnen. Wenn das Unternehmen die Ware weiter verkauft, hat es bereits Steuern für den Einkauf bezahlt. Dies ist die so genannte Vorsteuer. Um einen Gewinn zu erzielen wird die Vorsteuer abgezogen. Somit erhält das Unternehmen den Nettopreis. Nun wird der Gewinn auf den Nettopreis der Ware aufgeschlagen und der neue Mehrwertsteueranteil mit Hilfe eines Mehrwertsteuerrechners ganz einfach ermittelt. Daraus ergibt sich der endgültige Verkaufspreis für das Unternehmen.

Mehrwertsteuerrechner bieten aber auch noch andere Vorteile. Gerade kleine Unternehmen, die sich beispielsweise Fachbücher im Geschäft kaufen, deren Mehrwertsteuer nicht ausgewiesen ist, können diesen Anteil spielend mit einem Mehrwertsteuerrechner ausrechnen und diese Kosten beim Finanzamt geltend machen. So können Steuerabzüge ganz genau geprüft werden und jeder kann nachvollziehen, ob der Steueranteil richtig berechnet wurde. Ist die Mehrwertsteuer nicht korrekt berechnet, hat jeder die Möglichkeit dagegen vorzugehen.

Weiterhin ist ein Mehrwertsteuerrechner für Import- und Exportbetriebe interessant. Denn in jedem Land ist die Mehrwertsteuer unterschiedlich. Mit einem Mehrwertsteuerrechner ist die Kalkulation völlig unkompliziert.

Allerdings kann es auch sehr unübersichtlich im Bereich der Mehrwertsteuer werden. Produziert beispielsweise ein Fleischer Bouletten, werden 7% Mehrwertsteuer fällig. Die Bouletten kauft ein Imbiss. Der Imbiss verkauft die Bouletten im Brötchen. Verspeist der Kunde die Boulette im Brötchen direkt im Imbiss werden 19% Mehrwertsteuer fällig. Nimmt der Kunde seine Boulette im Brötchen mit, weil er es beispielsweise in seinem Garten essen will, fallen auf die selbe Ware 7% Mehrwertsteuer an. Wie gut, dass es Mehrwertsteuerrechner gibt.

Im Allgemeinen erleichtert der Mehrwertsteuerrechner das Leben aller Geschäfts- und Privatleute. Die Prüfung von kleinen Rechnungen geht schnell von der Hand. Ebenfalls ist die Prüfung von bezahlten Rechnungen per Kreditkarte leichter nachzuvollziehen, da hier oftmals der Mehrwertsteuerbetrag nicht ausgewiesen ist.