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Dec
10

Mehrwertsteuer in der Schweiz



Mehrwertsteuer in der Schweiz

Mehrwertsteuerrechner können ermitteln, welche Mehrwertsteuer auf Güter und Dienstleistungen im Ausland erhoben werden, beispielsweise in der Schweiz. Den meisten ist die Schweiz mit ihrer atemberaubenden Bergwelt vor allem als Urlaubs- und Wintersportland bekannt. Neben dem Tourismus ist die Wirtschaft des Alpenlandes von einigen hoch spezialisierten Industrien und vor allem vom Bankensektor geprägt. Die Schweiz ist mit ca. 7,8 Millionen Einwohnern relativ dicht besiedelt und kann sich einer stetig wachsenden Volkswirtschaft erfreuen. Obwohl die Schweiz das wirtschaftliche Potenzial hätte, ist sie aufgrund der Tradition außenpolitischer Neutralität nicht Mitglied der EU. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich mit den Nachbarländern gering, und mit einer Inflationsrate von ca. 2% ist die Währung stabil.

Mehrwertsteuersätze in der Schweiz

Diese positiven wirtschaftlichen Daten erlauben es der Schweiz, einen der niedrigsten Mehrwertsteuersätze in Europa zu haben. 1995 wurde die bis dahin geltende Warenumsatzsteuer durch die Mehrwertsteuer ersetzt. Die gesetzlichen Regelungen sind allerdings kompliziert und von zahlreichen Ausnahmen gekennzeichnet geblieben. Grundsätzlich wird die Mehrwertsteuer auf alle im Inland angebotenen Güter und Dienstleistungen erhoben. Unterschieden werden dabei drei Mehrwertsteuersätze: Normalsatz, ermäßigter Satz und Sondersatz. Der Normalsatz gilt für Güter des täglichen Bedarfs, wie Kleidung, Lebensmittel und Bücher. Der ermäßigte Satz gilt für das in der Schweiz sehr wichtige Beherbergungsgewerbe. Für alle übrigen Leistungen gilt der Sondersatz. 1995 betrug der Normalsatz 6,5%, der ermäßigte Satz 2%, der 1996 eingeführte Sondersatz 3%. 1999 und 2001 wurden alle drei Sätze um mehrere Prozentpunkte angehoben. 2009 wurde in einer Volksabstimmung beschlossen, die Mehrwertsteuer für die Zeit zwischen 2011 und 2017 zur Sanierung der Invalidenversicherung vorübergehend deutlich anzuheben. Demnach beträgt aktuell der Normalsatz 8%, der ermäßigte Satz 2,5% und der Sondersatz 3,8%. Trotz dieser Anhebungen sind die Schweizer Mehrwertsteuersätze im europäischen Vergleich paradiesisch niedrig. Dennoch ist das Preisniveau in der Schweiz sehr hoch, so dass die Verbraucher kaum von der niedrigen Mehrwertsteuer profitieren. Ein Grund hierfür liegt in der Handelsbilanz: In der Schweiz werden viele Verbrauchsgüter nicht produziert, sondern müssen eingeführt werden. Außerdem behindert die Nichtzugehörigkeit zu einem internationalen Wirtschaftsraum und der aufgewertete Schweizer Franken den Export.

Pläne für eine Mehrwertsteuerreform

Mehrwertsteuerreformen wurden in der Politik immer wieder angedacht und verworfen. Meistens ging es dabei um die Beseitigung der zahlreichen Ausnahmetatbestände und die Einführung eines einheitlichen Mehrwertsteuersatzes für alle Güter und Dienstleistungen. Während die Wirtschaft eine solche Reform begrüßen würde, müssten die Verbraucher mit deutlichen Preissteigerungen rechnen. Auch einige zur Zeit begünstigte Branchen, wie das Beherbergungsgewerbe, befürchten durch eine „flat tax“ Nachteile. Daher scheint eine grundlegende Mehrwertsteuerreform zur Zeit nicht mehrheitsfähig zu sein.

Mehrwertsteuerrechner

Um zu ermitteln, welche Mehrwertsteuer auf ein bestimmtes Produkt erhoben wird, kann man Mehrwertsteuerrechner im Internet nutzen. Die meisten Mehrwertsteuerrechner erlauben es, gezielt einzelne europäische Länder abzufragen. Beim Gebrauch von einem Mehrwertsteuerrechner sollte man aber darauf achten, dass der Mehrwertsteuerrechner die verschiedenen Mehrwertsteuersätze in einem Land berücksichtigt. So müsste ein guter Mehrwertsteuerrechner im Falle der Schweiz den Unterschied zwischen dem Normalsatz, dem ermäßigten Satz und dem Sondersatz erfassen, damit der Mehrwertsteuerrechner ein verlässliches Ergebnis auswirft.