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Google Malware Check Tool - enthält Ihre Seite Schadcode?

Homepage gehackt? Für Webmaster ist das ein Alptraum. Malware im WWW kann sehr verschiedene Gestalten annehmen: von Seiten, die Viren und Würmer verbreiten über Trojaner, die den Computer zum Teil eines Botnets machen, bis zu Daten- und Indentitätsdiebstahl, Phishing (Abgreifen von sensiblen Daten mittels gefälschter Websites) und Versand von Spam. Defacing (Platzieren von unerwünschtem, oft verleumdendem Content) und anderer Vandalismus sind weitere Formen von Hacking, stellen aber keine Malware dar, ebenso wenig wie das Platzieren von minderwertigem Content, um die Sichtbarkeit einer Seite in Suchmaschinenergebnissen zu verschlechtern.

Wie Google auf Schadsoftware reagiert

Entdeckt Google Malware auf einer Domain, erscheint eine Warnung in den Suchergebnissen: "This site may harm your computer" oder "This site may be hacked". Seiten, die nicht umgehend von Schadcode befreit werden, können von Google aus den Rankings ausgeschlossen werden. Auch aktuelle Browser wie Firefox und Chrome sperren die Benutzer von Seiten, die bösartigen Code enthalten, aus.

Was tun, wenn verdächtiger Code gefunden wird?

Zuerst einmal: Ruhe bewahren. Den Schadcode zu entfernen, ist der allererste Schritt. Dazu kann es notwendig sein, die Seite in Quarantäne zu setzen - sprich, sie vorübergehend offline zu nehmen, damit kein weiterer Schaden angerichtet wird.

Dann gilt es, den Schaden zu beseitigen. Die Google Search Console (ehemals als Google Webmaster Tools bekannt) enthält das eine oder andere nützliche und wertvolle Tool dafür.

Ist das geschehen, sollte dafür gesorgt werden, dass sich derselbe Hack nicht wiederholen kann. Finden Sie die verwundbare Stelle, die der Hacker ausgenutzt hat, und beseitigen Sie die Schwachstelle - etwa, indem Sie für gute Sicherheitseinstellungen sorgen und alle Software aktualisieren. Und als letzten Schritt empfiehlt sich, eine Überprüfung durch Google zu beantragen- und dann Geduld zu haben. Wurde die Seite zu Phishingzwecken gehackt, kann der Check binnen eines Tages abgeschlossen sein, bei Attacken zu Spamzwecken kann die Prüfung mehrere Wochen dauern. Bis die Warnungen in Suchergebnissen und Browsern verschwinden, können abermals 72 Stunden vergehen.

Wenn der Google Malware Check auf Ihrer Domain positiv ausfällt, ist also schnelles, entschiedenes, aber trotzdem überlegtes Handeln gefragt. Ein Weltuntergang muss ein Hackerangriff jedoch nicht sein; mit einer raschen Schadensbegrenzung können Sie Ihre Domain rasch wieder auf die Beine bringen.

Aber auch, wenn einer Ihrer Backlinks als Quelle von schädigendem Code identifiziert wurde, sollten Sie handeln - etwa den Link entfernen (lassen) oder ihn in der Google Search Console für ungültig erklären.

Google Malware Check als Tool für Ihr SEO

Auch der Malware Check sollte eine regelmäßige Routineüberprüfung bei der SEO-Wartung Ihrer Website sein. Zum Glück reicht hier ein regelmäßiger Blick in die Google Search Console: Entdeckt Google Schadcode auf Ihrer Domain, erscheint hier eine Warnung.

Aber nicht nur die eigene Seite können Sie mit dem Google Malware Check Tool auf Herz und Nieren prüfen: Auch wenn Sie von einer Seite einen Link akquirieren möchten, kann ein Check auf bösartigen Code Ihnen unliebsame Überraschungen ersparen. Denn wie oben erwähnt, wird eine von Malware betroffene Domain ihre Rankings verlieren (oder hat sie bereits verloren), wenn das Problem nicht umgehend beseitigt wird.